Feierliche Schlüsselübergabe für die neue „Weltklasse-Klinik“ am UKE
Nach rund vier Jahren Bauzeit wurde am Mittwoch, den 8. November im Beisein von Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke, die Fertigstellung der neuen hoch spezialisierten Martini-Klinik auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gebührend gefeiert. Rund 200 Gäste folgten der Einladung zur feierlichen Schlüsselübergabe, darunter drei ehemalige Patienten, Gäste aus der Politik, der baubeteiligten Unternehmen sowie zahlreiche Mitarbeitende der Martini-Klinik und des UKE.
Die Fachklinik hat sich weltweit als führend bei der operativen Behandlung von Prostatatumoren etabliert und leistet jährlich etwa 2.500 Prostatakrebsoperationen. Mit dem Neubau reagiert die Martini-Klinik auf den wachsenden Bedarf und schafft zusätzliche Kapazitäten für die Versorgung von Prostatakrebspatienten.
Der Auftrag ist das Ergebnis des 1. Preises zum Wettbewerbsentwurf der Arbeitsgemeinschaft aus HWP Planungsgesellschaft und Architects Collective (Stuttgart / Wien) aus dem Frühjahr 2017 mit Beauftragung nach dem anschließenden europaweiten VgV-Vergabeverfahren für die Gebäudeplanung und Objektüberwachung durch alle Leistungsphasen der HOAI.
v.l.: Prof. Dr. Markus Graefen, Ärztlicher Leiter der Martini-Klinik, im Gespräch mit den ehemaligen Patienten der Martini-Klinik: Bernd Wehmeyer, Michael und Ulrich Roth | © Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Die Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bietet umfassende Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für Prostatakrebs. Mit jährlich etwa 2.500 Prostatakrebsoperationen führt das medizinische Team die meisten operativen Behandlungen von Prostatatumoren weltweit durch, wobei ein beträchtlicher Anteil der Eingriffe mithilfe des innovativen Da-Vinci-Operationssystems erfolgt.
Die Hauptpriorität liegt darin, jedem Patienten individuell die bestmögliche Therapie zu bieten und die Lebensqualität der Erkrankten bestmöglich zu erhalten. Die Fachklinik begann im Jahr 2005 mit lediglich acht Betten und hat in den folgenden Jahren stark expandiert.
Die neue Martini-Klinik – ein Bau für die Zukunft
Aufgrund des stetig wachsenden Behandlungsbedarfs von Erkrankten werden im Neubau vier Stationen mit insgesamt 100 Betten für sowohl privat als auch gesetzlich versicherte Patienten zur Verfügung stehen. Des Weiteren sind acht Operationssäle vorhanden, die mit den neuesten roboterassistierten Operationssystemen ausgestattet sind. Dies unterstützt die Operateure dabei, besonders kleine und präzise Schnitte durchzuführen.
Das Gebäude mit dem „typischen roten Hamburger Klinker“ erstreckt sich über sieben Stockwerke und ein Untergeschoss mit einer Bruttogrundfläche von über 17.000 Quadratmetern. Es ist in verschiedene Bereiche unterteilt, darunter eine zweigeschossige Sockelzone mit einem großzügigen und hellen Eingangsbereich, Ambulanzräume sowie Funktionsdiagnostik und Untersuchungsräume (EG und 1. OG). Darüber befindet sich das OP-Geschoss mit einer markanten Lamellenfassade (2. OG), gefolgt von einem dreigeschossigen Bettenflügel (3. bis 5. OG). Das oberste Geschoss dient administrativen Zwecken und verfügt über eine elegante Leichtmetallfassade (6. OG).
Die Gesamtbaukosten für das Projekt belaufen sich auf rund 86 Millionen Euro.
Die Grundsteinlegung erfolgte im September 2021.
Im Frühsommer 2024 soll nach der medizinischen Ausstattung der Räumlichkeiten der klinische Betrieb aufgenommen werden. Dann können in der Martini-Klinik noch mehr Patienten mit Prostatakrebs von der frühen Diagnostik bis hin zu fortgeschrittenen Erkrankungsstadien behandelt werden.
Wir sind stolz darauf, ein zentraler Teil dieses bedeutenden Prestigeprojekts zu sein und möchten uns an dieser Stelle bei all unseren Partnern für die gute Zusammenarbeit bedanken.