F-Trakt, Kinderklinik Köln. Wir verbinden was zusammengehört – baulich, räumlich, fachlich.

Ein Haus für Kindergesundheit zu planen – funktional, heilsam und in enger Verbindung mit dem Bestand. Unser Büro übernahm die Gesamtplanung: Architektur, Betriebsorganisation und Medizintechnik aus einer Hand.

Besonders herausfordernd war die direkte Anbindung an drei bestehende Klinikgebäude – und die Gründung des Neubaus über einem aktiven Versorgungskeller. Hier war nicht nur planerisches Fingerspitzengefühl gefragt, sondern auch das reibungslose Zusammenspiel aller Disziplinen.

Unser Vorgehen

Die Grundlage für den Entwurf entstand in enger Abstimmung unserer drei Fachbereiche. Unser gemeinsames Ziel: Eine kindgerechte Pädiatrie, die medizinisch funktioniert, räumlich überzeugt und sich flexibel auf neue Anforderungen einstellen lässt.

Die Betriebsorganisation analysierte Versorgungsprozesse, sprach mit Nutzer:innen und definierte ein Raum- und Funktionsprogramm, das die Bedürfnisse von morgen abbildet. Besonders bei der Integration zusätzlicher Intensivbetten war der Schulterschluss mit der Architektur zentral: Sichtbeziehungen, Wegeführung und Betreuung sollten ebenso gut durchdacht wie baulich umsetzbar sein.

Auch unser Medizintechnik-Team war von Beginn an eingebunden – etwa bei der Planung spezialisierter Zimmer für brandverletzte Kinder. Diese Räume erfüllen höchste technische und hygienische Anforderungen und bleiben trotzdem vielseitig nutzbar.

Als Architekt:innen übersetzten wir all diese Anforderungen in eine klare, ruhige Struktur. Wir entwickelten ein Haus, das Orientierung bietet, Nähe zulässt und zugleich Rückzug ermöglicht – für Kinder, Angehörige und das medizinische Team.

 

Ein Haus für junge Patient:innen

Der Neubau ergänzt das Klinikensemble städtebaulich und schafft neue, geschützte Außenräume. Zwei offene Höfe und ein geschlossener Gartenbereich laden zum Verweilen ein – für kleine Patient:innen genauso wie für ihre Familien.

Innen dominiert eine warme, klare Gestaltung: differenzierte Farbwelten, natürliche Materialien und gut erkennbare Zonen schaffen Geborgenheit und Orientierung. Die Zimmer sind nach dem „Rooming-in“-Prinzip geplant und geben Familien die Möglichkeit, Tag und Nacht nah bei ihren Kindern zu bleiben – mit Raum für Privatsphäre.

Lichtdurchflutete Flure, kleine Spielinseln und ein zentraler Pflegestützpunkt unterstützen ein offenes, zugewandtes Miteinander. Auch die Fassade spiegelt diesen Anspruch wider: Große quadratische Fenster mit Sitznischen, feingliedrige Putzstrukturen und umlaufende Rahmenelemente geben dem Haus eine freundliche, klare Gestalt.

Ein Ort, der stärkt

Entstanden ist ein baulich wie emotional stimmiger Ort für Kindergesundheit – sensibel geplant, strukturell durchdacht und gemeinschaftlich getragen. Ein Bau, der Funktionalität, Wärme und Orientierung vereint – für Kinder, Angehörige und Teams, die sie täglich begleiten.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor war das Ineinandergreifen von Betriebsorganisation, Architektur und Medizintechnik bei HWP. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei HWP, geprägt durch ein tiefes gegenseitiges Verständnis ermöglichte schnell abgestimmte Entscheidungsfindungen – und damit fundierte zielgenaue Lösungen.

„Ein Projekt, bei dem viele Disziplinen ineinandergriffen – genau das ist unsere Stärke bei HWP.“

Projektleitung HWP

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Frank Wachholz
Geschäftsführung

Beschreibung

Neubau F-Trakt mit Säuglingsstationen inkl. Eltern-Kind-Zimmern und Erweiterungen der Intensivbereiche, 3 Pflegestationen für Pädiatrie, Chirurgie und Neonatologie, Bettenaufbereitung, Wäschelager, Personalumkleiden sowie Teilumbau C-Trakt und Erweiterung E-Trakt, Rückbau Wäscherei und Umbau Küche Haus 7 bei laufendem Betrieb.

Kenndaten

2.620 m²
60 Betten, davon 2 Schwerstbrandverletzten- und 2 Intensivpflege-Zimmer

 

Kosten
ca. 24,2 Mio. €

Leistungen

Architektur | Generalplanung in ARGE mit S&P Leipzig und Boll Partner für Tragwerke Stuttgart; Objektplanung Gebäude
Betriebsorganisation und Planung im Gesundheitswesen
Medizin- und Labortechnik