DZ 7. Wir integrieren Komplexität in sensibler Lage.

Mit dem DZ7 erhielt der nördliche Klinikcampus der Universitätsmedizin Greifswald ein neues diagnostisches Zentrum. Der Neubau schließt räumlich wie funktional eine zentrale Lücke und vereint auf sechs Geschossen interdisziplinäre Labore, forschungsnahe Lehre und moderne technische Infrastrukturen. Zugleich ist das DZ7 ein Beispiel für vorausschauendes Planen und Bauen in laufendem Klinikbetrieb – mit architektonischer Klarheit, baulicher Präzision und hoher technischer Komplexität.

Unser Auftrag

Für den Neubau des Diagnostikzentrums wurden wir mit der Objektplanung, der Projektsteuerung und der Planung der medizinisch-technischen Ausstattung beauftragt. Als Entwurfsverfasser entwickelten wir ein Gebäude, das sich harmonisch in die gewachsene Campusstruktur einfügt – trotz enger städtebaulicher Rahmenbedingungen und hohem funktionalem Anspruch.

Die besondere Herausforderung: Das neue DZ7 ersetzt ein schadstoffbelastetes Bestandsgebäude und schließt baulich an mehrere Klinikbereiche an. Unser Team koordinierte sämtliche Planungs-, Genehmigungs- und Ausführungsschritte – in enger Abstimmung mit dem Bauherrn, der Universitätsmedizin und den zuständigen Behörden.

Unsere Maßnahmen

Die Lage des Neubaus war alles andere als gewöhnlich: Das neue Diagnostikzentrum entstand inmitten einer hochkomplexen baulichen Situation – als letzter, entscheidender Baustein einer über zehn Jahre laufenden Gesamtmaßnahme zur Neuordnung des Klinikums Greifswald. In dieser dichten Struktur markiert der Neubau nicht nur den funktionalen, sondern auch den städtebaulichen Abschluss des neuen Klinikcampus.

Gestalterisch fügt sich der Neubau in die Sprache des Campus ein: Ein transparenter Sockel mit zweigeschossiger Glasfassade öffnet das Gebäude zum Umfeld. Darüber erhebt sich ein kompakter Baukörper mit keramisch verkleideter Fassade – eine zeitgemäße Reminiszenz an die Klinkerbauten der Nachbarschaft. Die offen gestaltete Technikzentrale auf dem Dach setzt einen klaren funktionalen Akzent, ohne die Gesamtform zu dominieren.

Der der Rückbau des achtgeschossigen Altbaus erforderte besondere planerische Präzision – und eine logistisch fein abgestimmte Baustellenorganisation.

Wir nutzten Teile des alten Untergeschosses für die Gründung des Neubaus und entwickelten ein komplexes Logistikkonzept, das die beengten Platzverhältnisse, den laufenden Klinikbetrieb sowie sensible Rettungswege jederzeit sicher berücksichtigte.

Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit den Klinikverantwortlichen und zuständigen Behörden – insbesondere im Hinblick auf Interimswege, Rettungskonzepte und funktionale Schnittstellen zu den angrenzenden Gebäuden. So bindet das neue Diagnostikzentrum unmittelbar an den Haupteingangsbereich des Klinikums an, der als letzter Bauabschnitt erst mit Fertigstellung dieses Neubaus vollendet werden konnte.

Ein diagnostisches Herzstück für Forschung und Lehre

Das DZ7 bildet heute das diagnostische Rückgrat des Klinikcampus. Mit seiner technischen Ausstattung, der strukturellen Klarheit und der engen Verknüpfung mit dem Bestand stärkt es Forschung, Lehre und Patientenversorgung gleichermaßen.

Das Projekt zeigt, wie durch interdisziplinäre Planung, enge Kommunikation und architektonisches Feingefühl ein komplexes Laborgebäude entstehen kann.

Sie möchten mehr wissen?

Frank Wachholz
Geschäftsführung

Beschreibung

Klinikum | Neubau Diagnostikzentrum mit Anbindung an 1. und 2. Bauabschnitt mit interdisziplinärem Ambulanzbereich und Kompetenzzentrum Chirurgie/Innere Medizin (Ebenen 0 bis 2), Diagnostik-, Lehr- und Forschungslaboren S1/S2 für Biochemie/Molekularbiologie und Immunologie (Ebene 3) sowie Forschungsclustern aus S1- und 2-Laboren mit Schleuse (Ebenen 4 bis 5), temporäre Tierhaltung, Dienst- und Seminarräume.

Kenndaten

NUF 6.340 m²
Laborfläche 2.750 m²

 

Kosten
ca. 37,6 Mio. €

Leistungen

Architektur | Objektplanung Gebäude, Ausschreibung, Objektüberwachung
Projektsteuerung
Medizin- und Labortechnik